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Energie Macht Schule

Biogas

entsteht durch die Vergärung von Biomasse. Allerdings hat Biogas, unter anderem wegen seiner ganz unterschiedlichen Rohstoffquellen, eine stark schwankende Zusammensetzung. Es kann nicht einfach in jeder gängigen Heizung verbrannt oder beliebig mit Erdgas vermischt werden. Eine Aufbereitung in speziellen Anlagen ist nötig, damit das Biogas ein Qualitätsniveau erreicht, das eine Einspeisung ins Erdgasnetz erlaubt. Laut einer Prognose könnten im Jahr 2030 etwa zehn Prozent des deutschen Erdgases durch solches „Bioerdgas“ ersetzt werden.

Biogas im Energiekreislauf und Stoffkreislauf

Schaubild Biogas im Energiekreislauf und Stoffkreislauf

 

Das Funktionsprinzip einer Biogasanlage

Als Inputstoffe zur Gewinnung von Biogas eignen sich nahezu alle organischen Substanzen wie Gülle, Mist, Klärschlamm, Bioabfälle oder gezielt angebaute Energiepflanzen. Diese Inputstoffe werden in beheizte und wärmegedämmte Fermenter aus Stahlbeton gepumpt. Dort gären sie unter Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 35 Grad Celsius und 38 Grad Celsius. Bakterien zersetzen die Biomasse und erzeugen ein methanhaltiges Gas. Mit diesem Biogas werden Blockheizkraftwerke betrieben, welche Strom und Wärme erzeugen. Der gewonnene Strom wird in das örtliche Stromnetz, die Reststoffe in einen Speicher, dem Gärrestlager, geleitet. Diese lassen sich zu Kompost und Flüssigdünger verarbeiten.

 

Schaubild Funktionsprinzip einer Biogasanlage