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Carbon Capture and Storage (CCS)

bedeutet auf deutsch „CO2-Abscheidung und -Lagerung“. Mit der sogenannten CCS-Technologie soll Kohlendioxid, auch als CO2 bezeichnet, aus den Abgasen großer Industrieanlagen wie etwa Kohlekraftwerken abgeschieden und unterirdisch so sicher gelagert werden, so dass es nicht mehr in die Atmosphäre gelangen kann, um dort klimawirksam zu werden.

Die CO2-Abscheidung kann auf drei Wegen erfolgen:

  • Das Post-Combustion-Verfahren wäscht das Kohlendioxid nach der Verbrennung chemisch und/oder physikalisch aus den Abgasen.
  • Die Pre-Combustion-Technik wandelt Kohle bereits vor dem Verbrennungsvorgang in ein Gemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid um. Bei der Verbrennung von Wasserstoff entsteht Wasser. Kohlenmonoxid wird zu Kohlendioxid und dann wie gehabt abgeschieden.
  • Beim Oxyfuel-Verfahren erfolgt die Verbrennung in nahezu reinem Sauerstoff. Dies bewirkt eine sehr hohe CO2-Konzentration im Rauchgas und vereinfacht die Abscheidung.

Allerdings sind alle drei Technologien derzeit noch ziemlich energieaufwändig und vor allem teuer. Zu Verbesserungen sollen hier europaweit die verschiedenen Demonstrationsanlagen führen.

Gelagert werden soll das CO2 in geeigneten geologischen Strukturen wie stillgelegten Erdgas- und Erdölfeldern, nicht abbaubaren Kohleflözen oder in sogenannten „salinen Aquiferen“. Dies sind poröse Gesteinsschichten, die mit salzhaltigem Wasser gefüllt sind. Das vom GeoForschungsZentrum Potsdam geleitete CO2-SINK-Projekt testet seit Juni 2008 im brandenburgischen Ketzin die Lagerfähigkeit der dortigen Gesteinsformationen sowie die Auswirkungen der CO2-Speicherung auf den geologischen Untergrund.