BDEW

Energie Macht Schule
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Daseinsvorsorge

stellt zur Grundversorgung öffentliche Einrichtungen für die Allgemeinheit sicher, wie beispielsweise das Verkehrs- und Beförderungswesen, die Gas-, Wasser-, und Elektrizitätsversorgung, die Müllabfuhr, die Abwasserbeseitigung, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Krankenhäuser, Friedhöfe usw.

Dekarbonisierung

NEU!

Handlungen und Prozesse, bei denen Freisetzungen von Kohlenstoffdioxid unterbleiben oder kompensiert werden. Dekarbonisierung ist ein zentrales Mittel des Klimaschutzes und damit ein Hauptpfeiler der Energiewende.

Digitalisierung

NEU!

Der Begriff bezeichnet die Veränderungen, die bei einer zunehmenden Nutzung digitaler Geräte erfolgen. Im weitesten Sinn steht der Begriff für den Wandel hin zu digitalen Prozessen mittels Informations- und Kommunikationstechnik. Die digitale Transformation bezeichnet einen fortlaufenden Veränderungsprozess, der die gesamte Gesellschaft betrifft.

Wesentlich vorangetrieben wird die Digitalisierung durch:

  • die digitalen Infrastrukturen (zum Beispiel: Netze, Computer-Hardware)
  • Anwendungen (zum Beispiel Apps auf Smartphones, Webanwendung)
  • die auf Technologien basierenden Verwertungspotentiale (zum Beispiel mögliche digitale Geschäftsmodelle).

 

Diskriminierungsfreier Netzzugang

ist die Basis des Wettbewerbs in der leitungsgebundenen Energiewirtschaft. Das Energiewirtschaftsgesetz, kurz EnWG, sieht vor, dass Netzbetreiber allen Anbietern ihre Netze zu den gleichen Bedingungen zur Verfügung stellen müssen.

Drehstrom

ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Dreiphasenwechselstrom. Dieser besteht aus drei Wechselströmen, deren Sinuskurven jeweils um 120 Grad gegeneinander versetzt sind. Dadurch ergänzen sich die Stromspannungen und Stromstärken der drei Ströme in jedem Augenblick zur Gesamtsumme Null.

Er wird auch als Dreiwechselspannung, Kraftstrom, Baustrom oder Starkstrom bezeichnet.
 

Verkettete Wechselspannung

Graph sinusförmiger Dreiphasenwechselstrom

 

Dreiphasenwechselstrom

Druckluftspeicherung

Druckluftspeicherkraftwerke nutzen die Energie, welche in komprimierter Luft steckt. In Schwachlastzeiten wird mit einem elektrisch angetriebenen Verdichter Druckluft in einer unterirdischen Kaverne gespeichert. Bei hoher Energienachfrage wird die Druckluft in eine Gasturbine geleitet, die wegen des fehlenden Verdichters ihre volle Leistung an den angekuppelten Generator abgeben kann.

Bei dieser Form der Energiespeicherung wird der komprimierten Luft die Wärme entzogen und zwischengespeichert, sodass die entstehende Wärmeenergie nicht vollständig verloren geht. Damit sind Wirkungsgrade von 70 Prozent erreichbar.

Unter dem Namen ADELE hat das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2010 ein gemeinsames Entwicklungsprojekt mit einem Energiekonzern und Anlagenbauern gestartet. Hier will die Kooperation aus Unternehmen und Instituten eine Demonstrationsanlage für zehn Millionen Euro errichten. Die Anlage soll mit einer installierten Leistung von 90 Megawatt, kurz MW, rund 360 Megawattstunden, kurz MWh, Energie speichern können. Im Januar 2013 startete das Anschlussprojekt: ADELE-ING. Dessen Ziel ist es, das bisherige Anlagenkonzept von ADELE im Hinblick auf die sich ändernden energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen – insbesondere durch die Energiewende – weiter zu entwickeln.