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Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)

diese Technik dient der Energieübertragung mittels Gleichstrom über weite Entfernungen. Ab rund 750 Kilometern weist die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, kurz HGÜ, trotz der zusätzlichen Konverterverluste in der Summe geringere Netzverluste als die Übertragung mit Dreiphasenwechselstrom auf.

Hochspannungsnetz

Bezeichnung für die nächstniedrigere Ebene nach dem Höchstspannungsnetz mit einer Spannung von 110.000 Volt oder 110 Kilovolt, kurz kV. Das Hochspannungsnetz in Deutschland hat eine Länge von rund 77.000 Kilometern. Die Leitungen dieser regionalen und großen städtischen Verteilnetze übertragen elektrische Energie zu den Verbrauchszentren, zum Beispiel zu Industriebetrieben, lokalen Stromversorgern oder Umspannanlagen. In solchen Umspannanlagen wird die Spannung auf Mittelspannungsniveau von – meist 20.000 Volt (20 kV) abgesenkt. Der Fachbegriff dafür lautet transformiert. Kunden sind hier Industrie und größere Gewerbebetriebe. Die Stromkreislänge in Deutschland beträgt hier ungefähr 479.000 Kilometer.

Höchstspannungsnetz

hier beträgt die elektrische Spannung 380.000 Volt (380 kV) oder 220.000 Volt (220 kV). Dieses Netz ist ausschließlich für weiträumige Verbindungen gedacht und beliefert regionale Stromversorger und sehr große Industriebetriebe. Das Höchstspannungsnetz in Deutschland ist ungefähr 35.000 Kilometer lang und mit sogenannten Kuppelleitungen an das europäische Verbundnetz angeschlossen. In Deutschland ist das Höchstspannungsübertragungsnetz im wesentlichen Eigentum folgender vier Übertragungsnetzbetreiber, kurz ÜNB:

  • TenneT TSO,
  • 50Hertz Transmission,
  • Amprion und
  • TransnetzBW.

Deutsches Höchspannnungsnetz

Schaubild Deutsches Höchspannungsnetz

Quelle: BDEW, Bundesverband der Energie und Wasserwiurtschaft e.V.;
Deutsche Energie-Agentur; Bundesnetzagentur

 

Um vor allem die an Land und vor der Küste geplanten Windparks optimal in das Stromnetz zu integrieren und die Weiterleitung des dort erzeugten Stroms in die Verbrauchszentren zu gewährleisten, ist ein weiterer Ausbau erforderlich: Bis 2020 muss das Höchstspannungsnetz laut Studien der Deutschen Energieagentur, kurz dena, um bis zu 4.300 Kilometer ausgebaut werden, damit der Windstrom von Nord nach Süd fließen kann. Zahlreiche Projekte werden allerdings durch lange Planungs- und Genehmigungsverfahren verzögert.