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Energie Macht Schule
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Knappheit

hier ist zwischen „absoluter“ und „relativer“ Knappheit zu differenzieren. Absolute Knappheit liegt vor, wenn ein Gut oder eine Dienstleistung nur in begrenzter Anzahl vorhanden ist. Sind die Bedürfnisse höher als die zur Verfügung stehenden Mittel, dann handelt es sich um „relative“ Knappheit.

Konjunktur

sind Schwankungen im Auslastungsgrad eines Produktionspotenzials einer Volkswirtschaft. Wichtigster Indikator für den Auslastungsgrad ist das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP. Nachfrageschwankungen und Produktionsschwankungen können zu Veränderungen im Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten führen. Wenn sie in gewisser Regelmäßigkeit auftauchen bezeichnet man diese Schwankungen als Konjunkturzyklen. Die Phasen eines Konjunkturzyklusses sind:

  • Aufschwungphase,
  • Hochkonjunktur- oder Boomphase,
  • Abschwungphase (Rezession) und
  • Tiefphase (Depression).

Konzessionsabgaben

sind Entgelte, die Energie- und Wasserversorger an Gemeinden abgeben müssen. Dafür wird ihnen das Recht eingeräumt, öffentliche Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zu nutzen, die der unmittelbaren Versorgung von Endverbrauchern mit Strom, Erdgas und Wasser dienen.

Kostendegression

davon spricht man beispielweise dann, wenn Betriebsmittel mit unveränderbaren Kosten nicht nur zu 80 Prozent sondern im besten Fall zu 100 Prozent ausgelastet werden. Die einzelne produzierte Einheit hat dann anteilig einen geringeren Festkostenanteil.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Bezeichnung für die gekoppelte Erzeugung von thermischer und elektrischer, beziehungsweise mechanischer Energie. Erfolgt die Erzeugung von Kraft und Wärme in einem zentralen Kraftwerk, kann die Wärme zur Gebäudeheizung für Siedlungen oder ganze Stadtteile verwendet werden. Dies wird auch als Fernwärme bezeichnet. Die Verteilung erfolgt über Warmwasser- oder Dampfrohrsysteme. Wird die anfallende Wärme direkt beim Verbraucher vor Ort produziert (Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung), kann sie für die Wärmeversorgung des Gebäudes direkt genutzt werden. Der entstehende Strom kann zur Deckung des Eigenbedarfs verwendet, oder aber ins Stromnetz eingespeist werden.

Kraftwerkskapazitäten

Wind und Sonne gibt es nicht rund um die Uhr. Damit auch dann Strom aus der Steckdose kommt, wenn es windstill ist oder die Sonne nicht scheint, sind nach wie vor konventionelle Kraftwerke notwendig. Braun- und Steinkohle- sowie Kernkraftwerke erzeugen rund zwei Drittel des in Deutschland benötigten Stroms.

Kraftwerk ist nicht gleich Kraftwerk. Aus Kosten- und Effizienzgründen werden sie unterschiedlich eingesetzt. Kern- und Braunkohlekraftwerke werden zur Deckung der Grundlast eingesetzt und erzeugen knapp die Hälfte des Stroms in Deutschland. Diese Kraftwerke zeichnen sich durch eine hohe Ausnutzungsdauer und Verfügbarkeit aus, machen aber, bezogen auf die Kapazität, nur knapp ein Drittel des Kraftwerksparks aus. Tagsüber, wenn mehr Strom benötigt wird als in der Nacht, werden zusätzlich Steinkohle- und Erdgaskraftwerke eingesetzt.

Heizöl-, Gasturbinen- und Pumpspeicherkraftwerke kommen seltener zum Einsatz. Man benötigt sie vor allem zur Deckung von Verbrauchsspitzen. Diese Kraftwerke sind notwendig, um jederzeit die nachgefragte Menge Strom bereitstellen zu können.

Anders verhält es sich mit Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen. Sie arbeiten nur selten mit maximaler Leistung. Ihr Einsatz ist witterungsabhängig und nur begrenzt planbar. Weil es Windenergie nur gibt, wenn der Wind auch weht, tragen Windkraftanlagen nur knapp sieben Prozent zur Stromerzeugung bei, machen aber 17 Prozent der installierten Leistung aus. Für die Zeit, in der kein Wind weht, müssen als Reserve entsprechende Kapazitäten über konventionelle Anlagen bereitstehen. Ähnlich ist es bei Photovoltaikanlagen zur direkten Umwandlung von Sonnenenergie in Strom. Sie stellen zwar sechs Prozent der installierten Kraftwerksleistung, tragen aber nur ein Prozent zur Stromerzeugung bei.

Um die großen Unterschiede innerhalb des deutschen Kraftwerkparks darzustellen, werden üblicherweise die sogenannten Jahresvolllaststunden berechnet.

Kyoto-Protokoll

Aktualisiert!

Die Begrenzung der Erderwärmung ist eine weltweite Aufgabe. Um gemeinsame Wege zur CO2-Reduktion zu entwickeln, trifft die internationale Staatengemeinschaft jährlich im Rahmen der Klimakonferenz zusammen. Noch nie zuvor gab es ein Projekt, in das alle Staaten der Erde gleichermaßen einbezogen waren. Die einzelnen nationalen Interessen sind dennoch sehr unterschiedlich und die Thematik ist komplex. Dies führt dazu, dass sich allgemein anerkannte Regelungen nur in einem Prozess über viele Jahre entwickeln lassen. Nicht jede der seit 1995 jährlich stattfindenden Konferenzen ist es bisher gelungen, sichtbare Ergebnisse zu präsentieren.

Ein Durchbruch war die Einigung 1997 auf das Kyoto-Protokoll mit verbindlichen Regelungen für den Zeitraum 2008 bis 2012. Mit dem von 174 Staaten und einer regionalen Organisation getragenen Kyoto-Protokoll gibt es erstmals eine völkerrechtlich verbindliche Begrenzung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Damit verbunden sind entsprechende Reduktionspflichten für eine Reihe von Industrieländern. Um weitere Potenziale zu erschließen, fördert das Kyoto-Protokoll auch das Engagement der betroffenen Staaten im Ausland. Gleichzeitig soll dadurch der Technologietransfer in Schwellen- und Entwicklungsländer gestärkt werden. Unternehmen können neben eigenen nationalen Anstrengungen zur CO2-Reduktion auch in Klimaprojekte anderer Länder investieren. Das vermiedene CO2 wird ihnen dabei gleichermaßen angerechnet, denn für das Weltklima ist es gleichgültig, wo das Klimagas vermieden wird.

Der Post-Kyoto-Prozess beschreibt die gegenwärtig laufenden Verhandlungen zur zukünftigen Klimaschutzpolitik, die eine über das Jahr 2012 hinausgehende völkerrechtlich verbindliche Regelung zur Reduktion von Treibhausgasen zum Ziel haben. 2012 lief die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls aus. 2015 wurde auf der UN-Klimakonferenz in Paris beschlossen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Zeiten zu begrenzen. Ziel ist es, den weltweiten Temperaturanstieg auf anderthalb Grad Celsius zu begrenzen.