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Markt

Ein Markt ist der Ort, an dem sich Angebot und Nachfrage zum Zweck des Tausches von Gütern gegen Geld oder von Gütern gegen Güter treffen und so Preise gebildet werden. Ist das Angebot nach einem Gut größer als die Nachfrage, so wird dies als Käufermarkt bezeichnet. Ist dagegen das Angebot kleiner als die Nachfrage, handelt es sich um einen Verkäufermarkt.
Ein Markt erfüllt folgende Funktionen:

  • Preisbildungsfunktion,
  • Versorgungsfunktion,
  • Koordinationsfunktion,
  • Verteilungsfunktion,
  • Informationsfunktion.

Damit ein Markt entstehen kann, sind unter anderem Anbieter und Nachfrager sowie die Tauschgüter und Tauschmittel, zum Beispiel Geld oder ein anderes Gut, nötig. Es gibt mit dem Monopol, dem Oligopol und dem Polypol verschiedene Wettbewerbsformen auf Märkten.

Marktintegration

sind Prozesse, die mehrere Märkte wie beispielsweise die Strommärkte einzelner Länder zu einem größeren Markt zusammenführen (Integration als Prozess). Der Begriff wird aber auch verwendet, um das Ausmaß zu charakterisieren, in dem diese Einheit hergestellt ist (Integration als Zustand), ferner als Ziel, welches es zu erreichen gilt (Integration als Ziel). Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Energiemärkte werden aktuell die Marktintegration der erneuerbaren Energien und damit die schrittweise Anpassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) diskutiert.

Meeresenergie

ist eine der erneuerbaren Energiequellen, die reichlich vorhanden ist, denn drei Viertel der Erde sind von Meeren und Ozeanen bedeckt. Diese Energie kommt von Wellen, Gezeiten und Meeresströmungen sowie von den Unterschieden bei Salzgehalt und Temperatur. Die Nutzung der Meeresenergie befindet sich weltweit noch im Anfangsstadium. Einzelne Pilotanlagen sind in Betrieb.

Beispielhaft dafür ist das britisch-deutsche Projekt SEAFLOW. In diesem Vorhaben werden mit einer an die Meeresverhältnisse angepassten Windtechnologie die durch Gezeiten verursachten Meeresströmungen vor der Küste Cornwalls zur Stromerzeugung genutzt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, kurz BMU, fördert die Forschung und Entwicklung zu dieser innovativen Technik seitens der deutschen Projektpartner.

Vor der deutschen Küste hat die Meeresenergie nur ein geringes Potenzial.

Monopol

Bezeichnung für eine Marktform, in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter oder nur ein Nachfrager existiert. Es gibt verschiedene Arten von Monopolen:

  • natürliche Monopole
    • reine natürliche Monopole
    • Quasi-Monopole
  • künstliche Monopole
    • Kollektivmonopole
    • rechtliche Monopole.

Ein natürliches Monopol ist in der Mikroökonomie eine Bezeichnung für eine Situation, in der sich aufgrund hoher Fixkosten und niedriger Grenzkosten besonders ausgeprägte steigende Skalenerträge ergeben. Die Gesamtkosten zur Bereitstellung eines Gutes sind damit deutlich niedriger, wenn nur ein Unternehmen und nicht mehrere konkurrierende Unternehmen den Markt versorgt.

Ein natürliches Monopol liegt auf dem Strom und Energiemarkt dann vor, wenn es volkswirtschaftlich nicht effizient wäre, konkurrierende Parallelnetze aufzubauen. Vielmehr nehmen die gesamtwirtschaftlichen Vorteile, die aus einer gegebenen Versorgungsinfrastruktur zu ziehen sind, mit der Anzahl der angeschlossenen Nutzer zu.

Natürliche Monopole basieren im Energie- und Strommarkt in erster Linie auf leitungsbezogenen Versorgungsnetzen. Beispielhaft dafür stehen Stromleitungen, Schienenwege, Straßen, Flugplätze oder Telekommunikationskabel, also Güter, die in ihrer Leistungserbringung auf eine entsprechende Infrastruktur angewiesen sind.