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Energie Macht Schule

Monopol

Bezeichnung für eine Marktform, in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter oder nur ein Nachfrager existiert. Es gibt verschiedene Arten von Monopolen:

  • natürliche Monopole
    • reine natürliche Monopole
    • Quasi-Monopole
  • künstliche Monopole
    • Kollektivmonopole
    • rechtliche Monopole.

Ein natürliches Monopol ist in der Mikroökonomie eine Bezeichnung für eine Situation, in der sich aufgrund hoher Fixkosten und niedriger Grenzkosten besonders ausgeprägte steigende Skalenerträge ergeben. Die Gesamtkosten zur Bereitstellung eines Gutes sind damit deutlich niedriger, wenn nur ein Unternehmen und nicht mehrere konkurrierende Unternehmen den Markt versorgt.

Ein natürliches Monopol liegt auf dem Strom und Energiemarkt dann vor, wenn es volkswirtschaftlich nicht effizient wäre, konkurrierende Parallelnetze aufzubauen. Vielmehr nehmen die gesamtwirtschaftlichen Vorteile, die aus einer gegebenen Versorgungsinfrastruktur zu ziehen sind, mit der Anzahl der angeschlossenen Nutzer zu.

Natürliche Monopole basieren im Energie- und Strommarkt in erster Linie auf leitungsbezogenen Versorgungsnetzen. Beispielhaft dafür stehen Stromleitungen, Schienenwege, Straßen, Flugplätze oder Telekommunikationskabel, also Güter, die in ihrer Leistungserbringung auf eine entsprechende Infrastruktur angewiesen sind.