BDEW

Energie Macht Schule

Pumpspeicherkraftwerk

Form eines Wasserkraftwerks, das traditionell zur Energiespeicherung genutzt wird. Pumpspeicherkraftwerke sind bis heute die einzige effiziente und großtechnisch verfügbare Form der Speicherung. Dabei wird zu Zeiten mit geringem Stromverbrauch oder Energieüberschuss Wasser in ein höher gelegenes Speicherbecken gepumpt. Dieser Wasservorrat ist geeignet, um sehr kurzfristig über eine Turbine Strom zu erzeugen. Auf diese Weise können kurzfristige Spitzen beim Stromverbrauch ausgeglichen werden. In Zeiten schwacher Stromnachfrage, wird das Wasser aus dem Unterbecken wieder in das Oberbecken zurückgepumpt und steht erneut zur Verfügung.

Das Kernstück von Speicherwasserkraftwerken sind Staubecken oder Staumauern beziehungsweise Talsperren, die ein Gewässer aufstauen und anschließend die so gebündelte Energie des Wassers nutzen. Bei steigendem Strombedarf wird dann mehr Wasser aus dem Speicherbecken entnommen als momentan zufließt.

 

Aufbau und Funktionsweise eines Pumpspeicherkraftwerks

Schaubild Aufbau und Funktionsweise eines Pumpspeicherkraftwerks

 

Die Talsperren dienen darüber hinaus zum Teil:

  • der Hochwasserrückhaltung,
  • der Regulierung des Abflusses,
  • zur Sicherung der Schifffahrt und
  • der Speicherung für Trinkwasser- und Bewässerungszwecke.

Für die Errichtung dieser Kraftwerksart eignen sich hoch gelegene Seen mit einem natürlichen Wasserzulauf und Talsperren unter Einsatz der Francis- oder Peltonturbine.