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Liberalisierung

Begriff, der im wirtschaftlichen Kontext nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, auch bekannt als OECD, geprägt wurde. Anfangs drückte Liberalisierung lediglich den Abbau von mengenmäßigen Handelsbeschränkungen aus, primär im damaligen Raum der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, kurz EWG. Heute steht der Begriff allgemein für Deregulierung und Privatisierung. Ziel der Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes ist die Stärkung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union.

Am 19. Februar 1999 trat in der Europäischen Union das Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz, kurz ELWOG, in Kraft. Damit begann der Prozess zur Schaffung eines einheitlichen und liberalisierten Strommarktes in der Europäischen Union. Nationale Barrieren wurden abgebaut und die Netze für jeden Anbieter geöffnet. Zur Liberalisierung gehört auch das sogenannte Unbundling. Dies bezeichnet die gesellschaftsrechtliche beziehungsweise kaufmännische Trennung der betrieblichen Bereiche Erzeugung, Transport und Verteilung sowie transparente Vereinbarungen der Durchleitungsentgelte.