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Preis

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Er bezeichnet den in Geldeinheiten ausgedrückten Tauschwert eines Gutes oder einer Dienstleistung. Preise sind Indikatoren von Knappheit und schaffen eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Güter und Leistungen.

Der Preismechanismus stellt in einem marktwirtschaftlich organisierten System das entscheidende Element bei der Steuerung von Angebot und Nachfrage dar. Diese Steuerungsfunktion kann der Preismechanismus dann am besten wahrnehmen, wenn sich der Preis frei im Wettbewerb bildet. Ein freier Preis ist der beste Garant für eine höchstmögliche Effizienz der Marktversorgung.

Die Preise für elektrischen Strom unterscheiden sich in Europa von Land zu Land. Den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette stehen die entsprechenden Bestimmungsgrößen der Energiepreise gegenüber. In jedem dieser Bereiche wirken die Marktmechanismen ― zum Beispiel von Angebot und Nachfrage oder die Höhe der Produktionskosten. Hinzu kommen noch Steuern und andere staatliche Abgaben mit denen der Energieverbrauch belastet wird.

Der Strompreis für Haushalte setzt sich aktuell aus den folgenden drei Teilen zusammen:

  • 49 Prozent der Stromkosten sind staatlich bedingt,
  • 28 Prozent entfallen auf Netzentgelte,
  • Beschaffungs- und Vertriebskosten machen zusammen 23 Prozent aus.

 

Der Strompreis für Haushalte
(Anteile in Prozent)

Schaubild: Entwicklung des Strompreises 2006 bis 2020; Quelle. Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

 

Der Preis, den die Energierechnung des Endkunden ausweist, enthält Bestandteile, deren Höhe unabhängig von den Prozessen im Energiemarkt ist. Steuern und andere staatliche Belastungen sind in Europa der drittgrößte Einflussfaktor auf den Endkundenpreis für elektrischen Strom. Zur Stromsteuer im engeren Sinn kommen in Deutschland hinzu:

Insgesamt machen damit Steuern und andere Abgaben 52 Prozent des Strompreises für Haushaltskunden aus.