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Energieeffizienz

Aktualisiert!

Energieeffizienz ist ein Maß für den Energieaufwand zur Erreichung eines festgelegten Nutzens. Ein Vorgang ist dann effizient, wenn ein maximaler Nutzen mit minimalem Energieaufwand erreicht wird.

Das aktuell gültige Energiekonzept der Bundesregierung aus dem Jahr 2010 setzt sich das Ziel, bis 2050 den Stromverbrauch in Deutschland gegenüber 2008 um etwa 25 Prozent zu vermindern. Anders als beim Primärenergieverbrauch ist eine deutliche Minderung des Stromverbrauchs insofern schwerer zu erreichen, als gerade mit Hilfe von Strom Energieeinsparpotenziale erschlossen werden können, beispielsweise über Steuerungs- und Regelungselektronik oder etwa elektrische Wärmepumpen, die Öl- oder Gasheizungen ersetzen. Darüber hinaus ist auch die Elektromobilität weiter auszubauen.

Im Verkehrsbereich soll der Endenergieverbrauch bis 2050 um rund 40 Prozent gegenüber 2005 zurückgehen. Die Sanierungsrate für Gebäude soll von derzeit jährlich weniger als ein Prozent auf zwei Prozent des gesamten Gebäudebestands verdoppelt werden. Der Rahmen für die Einsparungen im Gebäudebestand ist in der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, abgesteckt. Sie ist ein Teil des deutschen Wirtschaftsverwaltungsrechts. In ihr werden Bauherren bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch ihres Gebäudes oder Bauprojektes vorgeschrieben. Die Verordnung gilt für Wohngebäude, Bürogebäude und gewisse Betriebsgebäude.

Eines der Hauptanliegen der Novelle der Energieeinsparverordnung ist die Anhebung der energetischen Standards von Neubauten. Die Erhöhung der Anforderungen an den Primärenergiebedarf in zwei Stufen um jeweils 12,5 Prozent unter Beibehaltung des bisherigen Referenzgebäudes schließt keine der derzeit üblichen Technologien und Energieträger aus. Für die gängigen Systeme ist die Einhaltung der neuen Effizienzanforderungen auf wirtschaftliche Weise möglich.