BDEW

Energie Macht Schule
Startseite > Content > Biomasse

Biomasse

Aktualisiert!

gehört zu den wichtigsten erneuerbaren Energieträgern in Deutschland. Die Biomasseerzeugung war 2018 mit fast 21 Prozent der Ackerfläche ein wichtiges Standbein für die Landwirte. Im Jahr 2019 lieferten die bestehenden Anlagen gut 45 Milliarden Kilowattstunden Strom. Bei der energetischen Nutzung von Biomasse entsteht nur so viel Kohlendioxid, wie von Pflanzen in ihrer Wachstumsphase aus der Luft aufgenommen wurde. Verschiedenen Studien zufolge könnte in Deutschland die Stromerzeugung aus Biomasse bis 2050 auf jährlich 70 Milliarden Kilowattstunden gesteigert werden.

Die energetische Nutzung von Biomasse steht allerdings in Konkurrenz zur Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Produktion von Nahrungsmitteln. Kritiker befürchten höhere Preise für Lebensmittel sowie die Abholzung von Tropenwäldern, damit Platz für schnell wachsende Pflanzen entsteht, deren Öle in Biomasseanlagen verwendet werden. Insbesondere die Bevölkerung in Ländern der Dritten Welt müsste mit steigenden Lebensmittelpreisen und der Zerstörung ihrer Umwelt für den Energiehunger der Industriestaaten zahlen.

Unkritisch in diesem Zusammenhang ist beispielsweise die energetische Nutzung von Restholz oder Gülle. Die Nutzung von tropischen Pflanzenölen wie Palm- und Sojaöl ist mittlerweile nur noch nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz förderfähig, wenn nachgewiesen wird, dass die Öle durch nachhaltige Verfahren gewonnen wurden. Auch für feste Biomasse hat die Regierung 2010 Nachhaltigkeitsanforderungen in einer Verordnung aufgestellt.

 

Energie aus Biomasse ― Verfahren der Energieumwandlung und Energieeinsatz

Schaubild Energie aus Biomasse - Verfahren der Energieumwandlung und Energieeinsatz