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Stromerzeugung

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ist die Bezeichnung für die technische Gewinnung elektrischer Energie, die über Stromnetze zum Verbraucher transportiert wird. Aus physikalischer Sicht findet keine Stromerzeugung, sondern eine Umwandlung anderer Energieformen wie beispielsweise Sonnenenergie, Windenergie oder chemische Energie statt. Letztere findet sich dabei in fossilen Energieträgern wie Kohle oder Erdöl.

 

Bruttostromerzeugung in Deutschland 2019

Schaubild "Bruttostromerzeugung in Deutschland 2019"; Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Die Anteile der Energieträger an der Stromerzeugung haben sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert. Zwar waren Kohle und Kernenergie 2019 mit einem Anteil von 41 Prozent die wichtigsten Energieträger, 2016 waren es allerdings noch etwa 53 Prozent. Stattdessen wird in Deutschland zunehmend mehr Strom aus erneuerbaren Energien und Erdgas produziert. So nahm der Anteil erneuerbarer Energien von 2016 auf 2019 um elf Prozentpunkte zu. 2019 lag er bei 40 Prozent.

 

Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
(Stromerzeugung nach Energieträgern)

Schaubild "Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien", Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

 

Tiefgreifende Veränderungen des Energiemixes bei der Stromerzeugung

Die Bundesregierung verfolgt vor allem aus Gründen des Klimaschutzes eine tiefgreifende Veränderung des Energiemixes bei der Stromerzeugung. Dabei strebt sie folgende Entwicklung des Anteils der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch an:

  • 50 Prozent bis 2030,
  • 65 Prozent bis 2040,
  • 80 Prozent bis 2050.

Die Herausforderung ist gewaltig. Das System der Stromversorgung muss grundlegend erneuert werden. Soweit nicht kostengünstiger Ökostrom aus dem Ausland importiert werden kann, müssen vor allem neue Windkraftwerke, Biomassekraftwerke und Solarkraftwerke errichtet werden. Für die wetterabhängige Stromerzeugung aus Solarkraftanlagen und Windkraftanlagen müssen konventionelle Kraftwerke für jene Zeiten in Reserve stehen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Diese werden auch als Schattenkraftwerke bezeichnet.

Fossile Kraftwerke sollen nach dem Energiekonzept der Bundesregierung überwiegend in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden und mit Carbon Capture and Storage-Technik, kurz CCS-Technik versehen sein. Neue Speichertechnologien müssen erforscht und entwickelt werden. Das Stromnetz muss ebenfalls komplett umgebaut werden, denn Strom aus erneuerbaren Energien kann nur noch in begrenztem Umfang verbrauchsnah erzeugt werden. So muss beispielsweise Windenergie von den Erzeugungsschwerpunkten an der Küste mit neuen Übertragungsleitungen zu den Nachfrageschwerpunkten im Westen und Süden Deutschlands transportiert werden. Darüber hinaus sind die vorhandenen Netze bisher nicht auf die Stromeinspeisung durch zahlreiche dezentrale Erzeugungsanlagen ausgerichtet. "Das zu erwartende Investitionsvolumen liegt in einer Größenordnung von rund 20 Milliarden Euro jährlich“, heißt es im Energiekonzept der Bundesregierung. Dies sind in 40 Jahren also zusammen etwa 800 Milliarden Euro.