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Zentralreceiverkraftwerk

Zwischenlager

Aktualisiert!

ist in der Kernenergietechnik, im Gegensatz zum Endlager, ein vorübergehender, zeitlich befristeter Aufbewahrungsort von ausgedienten Brennelementen und radioaktiven Abfällen.

In Deutschland gibt es drei zentrale Zwischenlager in Gorleben, in Lubmin und in Ahaus. Gorleben liegt im Landkreis Lüchow-Dannenberg im äußersten Nordosten von Niedersachsen. Das Zwischenlager Ahaus liegt im westlichen Münsterland im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen. Das Zwischenlager Lubmin liegt in Mecklenburg-Vorpommern. Das Zwischenlager Gorleben verfügt über eine Genehmigung zur Aufbewahrung von hochradioaktiven, verglastem Abfall aus der Wiederaufbereitung deutscher Brennelemente im Ausland. In Ahaus werden neben ausgedienten Brennelementen auch schwach- und mittelradioaktive Abfälle zwischengelagert. In Lubmin werden Brennelemente aus Kernkraftwerken und Forschungseinrichtungen sowie dem Forschungsschiff „Otto Hahn“ aufbewahrt. Zudem dient es als Notfalllager. Würden beispielsweise bei einer Grenzkontrolle nicht genehmigte Kernbrennstoffe gefunden, dann würden sie zur Zwischenlagerung nach Lubmin kommen.

Darüber hinaus wurden die Kernkraftwerksbetreiber verpflichtet, an den Standorten der Kernkraftwerke Brennelement-Zwischenlager zu errichten. Zusätzlich gibt es an einigen Standorten auch noch Standortabfalllager. Sie sind für die geplanten oder bereits laufenden Rückbauprojekte vorgesehen.